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Nutzungs­bedingungen & AGB

§ 1 Geltungsbereich, Vertragspartner und Betriebsstatus

(1) Diese Nutzungsbedingungen und Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für die gesamte Nutzung der mobilen Applikation „Orately AI - Coach“ (nachfolgend „App“) sowie für alle unter der Domain orately.app — einschließlich der Web-App unter web.orately.app — bereitgestellten Informationen, Funktionen und Dienste.

(2) Vertragspartner des Nutzers ist: Thorge Mrowinski (Projektbezeichnung „Orately AI“), Gerhart-Hauptmann-Ring 7j, 21629 Neu Wulmstorf, Deutschland, E-Mail support@orately.app (nachfolgend „Anbieter“).

(3) Durch die Erstellung eines Kontos oder die Nutzung der Dienste erklärt sich der Nutzer mit der Geltung dieser AGB einverstanden. Abweichende oder entgegenstehende Bedingungen des Nutzers werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.

(4) Betriebsstatus — geschlossene Beta: Orately befindet sich derzeit in einer geschlossenen, nicht-kommerziellen Testphase (Private Beta). Der Zugang ist ausschließlich über einen persönlichen Einladungscode möglich; eine Freischaltung ohne gültigen Code ist nicht vorgesehen. Der Dienst wird in dieser Phase vollständig unentgeltlich bereitgestellt. Da Orately aktiv weiterentwickelt wird, können sich Funktionen jederzeit ändern, vorübergehend nicht verfügbar sein oder entfallen; Fehlfunktionen sind in einer Testphase nicht auszuschließen. Der Nutzer erkennt diesen Erprobungscharakter ausdrücklich an.

§ 2 Vertragsschluss, Registrierung und Einladungscode

(1) Für die Nutzung der Funktionen ist die Einrichtung eines Nutzerkontos erforderlich. Die Registrierung erfolgt entweder über die Eingabe einer gültigen E-Mail-Adresse und eines geheimen Passworts oder über einen Drittanbieter-Authentifizierungsdienst (Google Sign-In). Der Nutzungsvertrag kommt mit der Bestätigung der Registrierung durch den Anbieter zustande.

(2) Der Nutzer ist verpflichtet, bei der Registrierung wahre, aktuelle und vollständige Angaben zu machen und diese aktuell zu halten.

(3) Zugang über Einladungscode: Während der geschlossenen Beta setzt die Freischaltung eines neu angelegten Kontos zusätzlich die Eingabe eines gültigen, persönlichen Einladungscodes voraus. Bis zur Einlösung bleibt das Konto in einem eingeschränkten Zustand, in dem die KI-gestützten Kernfunktionen nicht ausgeführt werden können. Einladungscodes sind personengebunden und nicht übertragbar. Der Anbieter kann Codes befristen, in der Zahl der Einlösungen begrenzen und bei missbräuchlicher Verwendung deaktivieren. Ein Anspruch auf Zuteilung eines Einladungscodes besteht nicht.

(4) Beta-Vollzugang: Nutzern, deren Einladungscode dafür vorgesehen ist, stellt der Anbieter einmalig ein Nutzungsguthaben von 50 Einheiten sowie zwei Stunden auswertbare Redezeit unentgeltlich zur Verfügung. Ein Anspruch auf Fortbestand dieses Zugangs oder auf eine Wiederauffüllung über die Testphase hinaus besteht nicht.

(5) Kontosicherheit: Das Passwort ist geheim zu halten und vor dem Zugriff durch Dritte zu schützen. Der Nutzer haftet für Aktivitäten, die unter Verwendung seines Kontos vorgenommen werden, es sei denn, er hat den Missbrauch nicht zu vertreten. Ein Verdacht auf unbefugte Nutzung ist dem Anbieter unverzüglich mitzuteilen.

(6) Missbrauchsschutz: Registrierung, Anmeldung, Passwort-Zurücksetzung und die Prüfung von Einladungscodes sind durch ein Captcha-Verfahren und durch Versuchsbegrenzungen geschützt. Der Anbieter ist berechtigt, Anfragen zu drosseln oder abzulehnen, wenn Anzeichen für einen automatisierten oder missbräuchlichen Zugriff bestehen.

§ 3 Leistungs­beschreibung und Funktionsweise der KI

(1) Der Anbieter stellt ein KI-gestütztes Coaching-System bereit. Es dient dazu, Präsentationen, Vorträge, Reden und Referate (insbesondere für den schulischen und akademischen Bereich) zu erstellen, inhaltlich und visuell zu strukturieren und interaktiv zu üben.

(2) Kernbestandteil ist die KI-basierte Auswertung. Der Nutzer kann über das Mikrofon seines Endgeräts Sprachaufnahmen anfertigen oder Bilddateien hochladen. Diese Daten werden über eine Programmierschnittstelle an die KI-Plattform Vertex AI von Google Cloud übermittelt, wo derzeit das Modell Gemini 3.1 Flash Lite über den regionalen EU-Endpunkt die Inhalte analysiert, um Feedback, Optimierungsvorschläge, Textvorschläge und rhetorische Bewertungen zu erzeugen. Einzelheiten zur Datenverarbeitung regelt die Datenschutzerklärung.

(3) Keine Gewähr für KI-Ergebnisse: Bei allen durch die App ausgegebenen Analysen, Bewertungen, Korrekturen, Texten und Tipps handelt es sich um computergenerierte Ergebnisse, die auf statistischen Wahrscheinlichkeiten beruhen. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die inhaltliche, sachliche, grammatikalische oder logische Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität oder pädagogische Zweckmäßigkeit dieser Ergebnisse. Das KI-Feedback stellt keine Bewertung durch eine Lehrkraft dar und sagt keine schulischen oder akademischen Noten oder Leistungen zu. Der Nutzer ist gehalten, Ergebnisse vor einer Verwendung eigenständig auf Richtigkeit zu prüfen.

(4) Transparenzhinweis nach der KI-Verordnung: Der Anbieter weist gemäß Art. 50 Abs. 1 der Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung) darauf hin, dass der Nutzer mit einem KI-System interagiert. Sämtliche von der App erzeugten Gliederungen, Texte, Folien, Bilder und Rückmeldungen sind künstlich erzeugte Inhalte und werden in der Oberfläche als solche gekennzeichnet (Art. 50 Abs. 2 KI-VO). Der Nutzer ist selbst dafür verantwortlich, bei einer Veröffentlichung oder Verwendung dieser Inhalte etwaige Kennzeichnungs- und Offenlegungspflichten einzuhalten, die sich aus seiner Schul-, Studien- oder Prüfungsordnung oder aus sonstigen Vorschriften ergeben.

(5) Keine Emotionserkennung, keine Eignungsbeurteilung: Die Auswertung beschränkt sich auf beobachtbare, messbare Merkmale des Sprechens (Sprechtempo, Lautstärkeverlauf, Pausen, Verständlichkeit, Füllwörter, Satzbau, Aussprache). Eine Erkennung oder Ableitung von Emotionen, Stimmungen oder Persönlichkeitsmerkmalen findet nicht statt.

(6) Bestimmungsgemäße Verwendung: Orately ist ausschließlich als Übungs- und Selbstlernwerkzeug für die eigene Person bestimmt. Es ist nicht dazu bestimmt und darf nicht dazu verwendet werden, über den Zugang zu Bildung zu entscheiden, Lernergebnisse oder Prüfungsleistungen offiziell zu bewerten, das angemessene Bildungsniveau einer Person zu bestimmen, Prüfungen zu überwachen oder Bewerber, Beschäftigte oder Auszubildende zu beurteilen oder auszuwählen. Der Einsatz durch Bildungseinrichtungen, Arbeitgeber oder sonstige Dritte zu einem dieser Zwecke ist untersagt. Die ausgegebene Punktzahl und Notentendenz sind eine unverbindliche Übungsrückmeldung an den Nutzer selbst und keine Leistungsfeststellung.

(7) Der Anbieter behält sich vor, eingesetzte Modelle, Anbieter und Funktionsumfänge zu ändern, um technischen Entwicklungen oder rechtlichen Vorgaben Rechnung zu tragen.

§ 4 Unentgeltlichkeit und geplante kostenpflichtige Leistungen

(1) Unentgeltlichkeit: Orately wird während der geschlossenen Beta vollständig unentgeltlich bereitgestellt. Es werden keine Abonnements, keine Guthabenpakete und keine In-App-Käufe angeboten, beworben oder abgeschlossen. Eine Zahlungsverpflichtung des Nutzers entsteht nicht.

(2) Kein Zahlungsdienstleister im Einsatz: Es findet keine Abrechnung über den Apple App Store, den Google Play Store oder einen sonstigen Zahlungs- bzw. Abrechnungsdienstleister statt. Entsprechende technische Anbindungen sind im Quellcode zwar vorbereitet, aber nicht in Betrieb und empfangen keine Daten.

(3) Ausblick (unverbindlicher Hinweis): Für eine spätere Version ist vorgesehen, erweiterte Funktionen kostenpflichtig anzubieten. Der Anbieter wird die Nutzer vor der Einführung rechtzeitig informieren, diese AGB entsprechend anpassen und Preise, Leistungsumfänge sowie Abrechnungs- und Kündigungsmodalitäten vor Vertragsschluss transparent ausweisen.

(4) Gesonderte Zustimmung erforderlich: Eine kostenpflichtige Leistung kommt ausschließlich dadurch zustande, dass der Nutzer einem gesonderten, entgeltlichen Vertrag ausdrücklich und eindeutig zustimmt. Die Fortsetzung der Nutzung, das Ausbleiben eines Widerspruchs oder die Annahme dieser AGB begründen keine Zahlungsverpflichtung. Mit dem Hinweis nach Absatz 3 ist kein Preis-, Tarif- oder Leistungsversprechen verbunden.

§ 5 Nutzungsguthaben und Redezeit

(1) Der Umfang der KI-gestützten Funktionen wird über ein internes Nutzungsguthaben (Anzahl der Generierungen) und ein Kontingent auswertbarer Redezeit gesteuert.

(2) Dieses Guthaben wird ausschließlich vom Anbieter zugeteilt. Es ist nicht käuflich zu erwerben, hat keinen Geldwert, ist keine E-Geld-Einheit und kann weder übertragen noch getauscht, erstattet oder ausgezahlt werden.

(3) Guthaben und Redezeit sind an das Nutzerkonto gebunden und verfallen mit dessen Löschung sowie mit dem Ende der Testphase, ohne dass daraus Ansprüche entstehen.

§ 6 Widerrufsrecht

(1) Während der geschlossenen Beta kommt zwischen Anbieter und Nutzer kein entgeltlicher Vertrag über digitale Inhalte oder digitale Dienstleistungen zustande. Der Nutzer schuldet weder eine Zahlung noch die Bereitstellung personenbezogener Daten als Gegenleistung im Sinne des § 312 Abs. 1a BGB, sondern stellt Daten allein zur Erbringung der von ihm abgerufenen Funktionen bereit.

(2) Mangels eines entgeltlichen Rechtsgeschäfts besteht gegenwärtig kein gesetzliches Widerrufsrecht nach §§ 355 ff. BGB, das ausgeübt werden könnte. Dieser Abschnitt wird bewusst beibehalten, damit die Rechtslage nachvollziehbar bleibt; er stellt keinen Verzicht auf gesetzliche Verbraucherrechte dar.

(3) Unabhängig davon kann der Nutzer den unentgeltlichen Nutzungsvertrag jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden (§ 12).

(4) Sobald kostenpflichtige Leistungen angeboten werden, stellt der Anbieter vor Vertragsschluss eine gesetzeskonforme Widerrufsbelehrung nebst Muster-Widerrufsformular bereit und weist auf die Voraussetzungen eines vorzeitigen Erlöschens des Widerrufsrechts bei digitalen Inhalten hin.

§ 7 Nutzung durch Minderjährige

(1) Orately richtet sich an Schülerinnen und Schüler. Nutzer, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, können den Dienst eigenständig nutzen. Für Nutzer unter 16 Jahren ist die Nutzung nur mit Einwilligung eines gesetzlichen Vertreters zulässig. Diese Grenze folgt Art. 8 Abs. 1 DSGVO: Die Übungsauswertung beruht auf einer Sprachaufnahme und damit auf einer Einwilligung, die unterhalb von 16 Jahren in Deutschland nur durch die gesetzlichen Vertreter oder mit deren Zustimmung wirksam erteilt werden kann. Ein Mindestalter von 13 Jahren, wie es frühere Fassungen dieser Bedingungen vorsahen, gilt nicht mehr.

(2) Vertragliche Einwilligung: Ist der Nutzer minderjährig und beschränkt geschäftsfähig (7 bis 17 Jahre), bedarf der Abschluss dieses Nutzungsvertrages nach §§ 106 ff. BGB der Einwilligung oder Genehmigung seiner gesetzlichen Vertreter. Mit der Registrierung versichert der minderjährige Nutzer, dass diese Zustimmung vorliegt. Der Anbieter kann die weitere Nutzung im Zweifelsfall von einem Nachweis abhängig machen und das Konto bis zur Klärung sperren.

(3) Datenschutzrechtliche Einwilligung: Soweit Verarbeitungen auf einer Einwilligung beruhen (insbesondere Sprachaufnahmen, Push-Benachrichtigungen und die freiwillige Fehlerdiagnose), ist diese bei Personen unter 16 Jahren nach Art. 8 Abs. 1 DSGVO nur mit Zustimmung der Träger der elterlichen Verantwortung wirksam.

(4) Keine Altersprüfung: Der Anbieter erhebt bewusst kein Geburtsdatum und führt keine technische Altersverifikation durch, um nicht zusätzliche Daten von Minderjährigen zu verarbeiten. Er verlässt sich auf die Versicherung nach Absatz 2 und auf die Vergabe der Einladungscodes.

(5) Keine Zahlungsverpflichtungen: Da während der geschlossenen Beta keine kostenpflichtigen Leistungen angeboten werden, entstehen Minderjährigen aus der Nutzung keine Zahlungsverpflichtungen. Werden künftig kostenpflichtige Leistungen angeboten, gilt für deren Abschluss durch Minderjährige zusätzlich, dass die Einwilligung der gesetzlichen Vertreter vorliegen muss oder die Leistung aus Mitteln bewirkt wird, die dem Minderjährigen zu diesem Zweck oder zur freien Verfügung überlassen worden sind (§ 110 BGB).

(6) Keine Werbung, kein Profiling: Der Anbieter setzt gegenüber Nutzern keine Werbung ein, bildet keine Interessen- oder Verhaltensprofile und übermittelt keine Daten zu Werbezwecken an Dritte.

(7) Erziehungsberechtigte können der weiteren Nutzung jederzeit widersprechen und die Löschung des Kontos unter support@orately.app verlangen.

§ 8 Rechte an Inhalten und an KI-Ergebnissen

(1) Nutzungsrecht an der App: Der Nutzer erhält für die Dauer des Vertrages ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares und widerrufliches Recht, die App auf seinen persönlichen Endgeräten für private, nicht-kommerzielle Zwecke (insbesondere für schulische und Ausbildungszwecke) zu nutzen. Alle Rechte an der Software, den Marken, dem Design und den Inhalten des Anbieters verbleiben beim Anbieter.

(2) Eigene Inhalte des Nutzers: An den vom Nutzer eingebrachten Inhalten (Eingaben, Aufnahmen, Bilder, Texte) erwirbt der Anbieter kein Eigentum. Der Nutzer räumt dem Anbieter lediglich das einfache, räumlich unbeschränkte und auf die Vertragslaufzeit befristete Recht ein, diese Inhalte zu speichern, technisch zu vervielfältigen und an die in § 3 genannten Auftragsverarbeiter zu übermitteln, soweit dies zur Erbringung der vom Nutzer abgerufenen Funktionen erforderlich ist. Eine Nutzung zu eigenen Zwecken des Anbieters, insbesondere zum Training von KI-Modellen, findet nicht statt.

(3) KI-Ergebnisse: Der Anbieter erhebt an den für den Nutzer erzeugten Gliederungen, Texten, Folien und Präsentationsentwürfen keine eigenen Rechte und räumt dem Nutzer im Verhältnis zum Anbieter das Recht ein, diese Ergebnisse für seine schulischen, akademischen und privaten Zwecke frei zu nutzen, zu bearbeiten und zu vervielfältigen.

(4) Hinweis zur Rechtslage bei KI-Ausgaben: Rein maschinell erzeugte Ergebnisse sind nach deutschem Recht mangels persönlicher geistiger Schöpfung regelmäßig nicht urheberrechtlich geschützt. Der Anbieter sichert daher weder eine ausschließliche Rechtsposition an den Ergebnissen noch deren Einmaligkeit zu; gleichartige Ergebnisse können auch anderen Nutzern angezeigt werden. Ebenso wenig kann zugesichert werden, dass ein Ergebnis frei von Rechten Dritter ist; der Nutzer prüft dies vor einer Veröffentlichung eigenverantwortlich.

(5) Kennzeichnung und Prüfungsrecht: Der Nutzer ist selbst dafür verantwortlich, die Vorgaben seiner Schule, Hochschule oder Prüfungsordnung zum Einsatz von KI-Werkzeugen einzuhalten, einschließlich etwaiger Kennzeichnungs- und Offenlegungspflichten.

§ 9 Pflichten des Nutzers und Nutzungsverbote

(1) Der Nutzer trägt die alleinige Verantwortung für alle Inhalte, die er in die App hochlädt oder einbringt, insbesondere für Audioaufnahmen und Bilddateien.

(2) Der Nutzer stellt sicher, dass er an hochgeladenen Inhalten die erforderlichen Rechte besitzt und dass die Aufnahme dritter Personen nur mit deren Einwilligung erfolgt.

(3) Strikte Nutzungsverbote. Dem Nutzer ist es untersagt, die App in einer Weise zu nutzen, die gegen geltendes Recht verstößt oder Rechte Dritter verletzt. Ausdrücklich verboten ist es:

(4) Bei Verstößen ist der Anbieter berechtigt, betroffene Inhalte zu entfernen, Funktionen einzuschränken und das Konto vorübergehend oder dauerhaft zu sperren. Weitergehende Rechte, insbesondere die außerordentliche Kündigung nach § 12 Abs. 4, bleiben unberührt.

(5) Der Nutzer stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die darauf beruhen, dass er schuldhaft gegen die Pflichten aus diesem Paragrafen verstoßen hat.

§ 10 Verfügbarkeit, Änderungen und Beendigung des Angebots

(1) Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst hohe Verfügbarkeit, schuldet während der Beta jedoch keine bestimmte Verfügbarkeit. Ein Service-Level wird weder zugesagt noch stillschweigend vereinbart.

(2) Eine ununterbrochene Verfügbarkeit der Infrastruktur und der eingesetzten KI-Schnittstellen kann technisch nicht garantiert werden. Wartungsarbeiten, Sicherheitsupdates, Kapazitätsengpässe, Störungen bei Vorleistungsanbietern und höhere Gewalt können zu Unterbrechungen führen.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, Funktionen zu ändern, einzuschränken oder einzustellen und die geschlossene Beta insgesamt zu beenden. Er wird eine geplante Einstellung mit angemessener Frist ankündigen und den Nutzern Gelegenheit geben, ihre Inhalte zu exportieren. Ansprüche auf Fortführung einzelner Funktionen oder auf Ersatz bestehen nicht.

(4) Der Nutzer ist gehalten, für ihn wichtige Inhalte eigenständig zu sichern; die App bietet dafür Exportfunktionen an.

§ 11 Gewährleistung und Haftung

(1) Unentgeltliche Überlassung. Orately wird während der geschlossenen Beta unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Für unentgeltliche Verträge sieht das deutsche Recht ein privilegiertes Haftungsmaß vor (Rechtsgedanke der §§ 521, 599 BGB). Der Anbieter haftet deshalb — vorbehaltlich Absatz 2 — nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Für Sach- und Rechtsmängel haftet er nur, soweit er einen Mangel arglistig verschwiegen hat.

(2) Unbeschränkte Haftung. Unberührt und unbeschränkt bleibt die Haftung des Anbieters

(3) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters für den Verlust von Daten auf den typischen Wiederherstellungsaufwand beschränkt, der bei regelmäßiger und ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Nutzer eingetreten wäre.

(4) Der Anbieter haftet nicht für Nachteile, die daraus entstehen, dass der Nutzer KI-Ergebnisse ungeprüft übernimmt — insbesondere nicht für schulische oder akademische Bewertungen — sowie nicht für versäumte Fristen infolge von Betriebsunterbrechungen. § 3 Abs. 3 und § 10 bleiben unberührt.

(5) Sobald kostenpflichtige Leistungen erbracht werden, gilt für diese das gesetzliche Gewährleistungs- und Haftungsregime entgeltlicher Verträge; die Privilegierung nach Absatz 1 findet darauf keine Anwendung.

§ 12 Laufzeit, Kündigung und Löschung des Kontos

(1) Der Nutzungsvertrag über das unentgeltliche Nutzerkonto wird auf unbestimmte Zeit geschlossen.

(2) Der Nutzer kann den Vertrag jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden, indem er sein Konto in der App löscht oder eine formlose Mitteilung an support@orately.app sendet. Die Löschung wird zunächst vorgemerkt und kann innerhalb von 30 Tagen vom Nutzer selbst wieder aufgehoben werden; danach werden das Konto und die zugehörigen Daten endgültig gelöscht. Einzelheiten regelt die Datenschutzerklärung.

(3) Der Anbieter kann den Vertrag mit einer Frist von 14 Tagen zum Monatsende ordentlich kündigen. Da die Leistung unentgeltlich erfolgt, entstehen dem Nutzer daraus keine Kosten.

(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Nutzer schwerwiegend oder wiederholt gegen § 9 verstößt, einen Einladungscode missbräuchlich verwendet oder wenn ein minderjähriger Nutzer entgegen § 7 ohne die erforderliche Zustimmung handelt. Der Anbieter kann das Konto in diesen Fällen mit sofortiger Wirkung sperren.

(5) Mit dem Wirksamwerden der Beendigung erlöschen die Nutzungsrechte nach § 8 Abs. 1. Nicht verbrauchtes Nutzungsguthaben und Redezeit verfallen ersatzlos (§ 5 Abs. 3).

§ 13 Änderungen dieser Nutzungs­bedingungen

(1) Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn dies zur Anpassung an eine geänderte Rechtslage, an höchstrichterliche Rechtsprechung oder an Änderungen des Funktionsumfangs erforderlich ist und der Nutzer dadurch nicht unangemessen benachteiligt wird.

(2) Änderungen werden dem Nutzer mindestens 30 Tage vor ihrem Inkrafttreten in Textform, in der App oder per E-Mail mitgeteilt. Widerspricht der Nutzer nicht bis zum Wirksamwerden, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Wirkung wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen. Widerspricht der Nutzer, kann jede Partei den Vertrag nach § 12 beenden.

(3) Die Einführung einer Zahlungspflicht ist von diesem Verfahren ausgenommen; sie bedarf stets der ausdrücklichen Zustimmung nach § 4 Abs. 4.

§ 14 Schluss­bestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als nicht der gewährte Schutz durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen wird.

(2) Zur Teilnahme an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle ist der Anbieter nicht bereit und nicht verpflichtet. Weitere Hinweise enthält das Impressum.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam, undurchführbar oder lückenhaft sein oder werden, so wird dadurch die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gelten die gesetzlichen Vorschriften.

(4) Die deutsche Fassung dieser AGB ist maßgeblich; Übersetzungen dienen allein der Verständlichkeit.

Stand dieser Nutzungsbedingungen: August 2026.